Cronenberger Schützenverein


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Die Chronik

Die Chronik des Vereins


Im Juni 1836 wurde unter der Regentschaft des Preußenkönigs Wilhelm III. der Verein durch den damaligen Bürgermeister Lieutenant Ludwig Döring und seinen Freunden Abraham Rubens , F.W.Tesche , L.A.Tillmann und J.W.Vetter unter dem Namen " Schützengemeinschaft " gegründet . Das erste Schützenfest wurde sechs Jahre nach der Vereinsgründung am 5. und 6. September 1842 gefeiert .

In dieser Zeit konnte der Schießsport nur in begrenztem Maße ausgeübt werden . Es mangelte einfach an geeigneten Schießständen . Das änderte sich , als der Gastwirt Gottlieb J. Schmahl im Jahre 1884 auf seinen Grundstück am Lenzhaus von den Vereinsmitgliedern eine Schießbahn und eine Festhalle errichten ließ . Nach der Fertigstellung 1886 wurde dort ein zünftiges Schützenfest mit Fahnenweihe gefeiert . Bei dieser Fahnenweihe wurde der Verein in " Kronenberger Schützenverein " umbenannt . Schützenkönig wurde August Wittelsbürger . Zu dieser Zeit hatte der Verein ca. 100 aktive Schützen . Am 10 . September 1896 kaufte der Verein das Schießstand - Gelände . Um die Jahrhunderwende zählte der Verein etwa 300 Mitglieder , die aber nicht alle aus Cronenberg waren . Als in Elberfeld weitere Schießanlagen gebaut wurden wechselten viele Schützen zu den dortigen Vereinen . Durch den ersten Weltkrieg und die nachfolgende Arbeitslosigkeit wurde das Vereinsleben fast völlig unterbrochen . Erst 1923 wurde durch Bürgermeister Max Reifarth , Fritz Eckes , Richard Friedrichs sen. , Ludwig Jeude , Franz Krause und Alfred Schmahl das Vereinsleben neu aktiviert . Ab 1925 feierte man auch wieder Schützenfeste . Die Anteilnahme der Bevölkerung war stets groß.

Nach der Machtergreifung der Nationalisten , mußte im Jahre 1938 der Verein erneut seinen Namen wechseln . Er nannte sich jetzt " Schützenkameradschaft " und wurde eine Untergliederung im National - sozialistischem Reichsbund für Leibesertüchtigung . Durch die Einberufung zum Kriegsdienst schlief die Vereinsaktivität immer mehr ein . Viele junge Männer kehrten nicht wieder zurück . Durch Bombeneinschläge in der Nähe des Schießstandes wurden die Gebäude erheblich beschädigt . Im Wesentlichen blieb der Stand aber erhalten und konnte notdürftig repariert werden . Gegen Ende des Krieges diente er den deutschen Soldaten als Notunterkunft .

Was nach Kriegsende in der sogenannten " Herrenlosen Zeit " geschah , spottet jeder Beschreibung. Alles was von den Gebäuden oder der Schießanlage abmontierbar oder herausnehmbar war und einigen Wert darstellte , wurde gestohlen . So war nach kurzer Zeit die komplette Schießanlage für den Verein unbrauchbar geworden .

Ein Lichtblick für den Schießsport war , das seit 1947 wieder katholische Schützenvereine aktiv wurden. Unter dem Schutz der Kirche erwachte das Schützenwesen wieder . Ein Anfang war gemacht , den auch der Cronenberger Schützenverein zu nutzen wußte . 1951 stellte Lebrecht Karenz den Antrag auf Wiederzulassung des Cronenberger Schützenvereins . Mit großen Einschränkungen konnte man wieder aktiv werden , doch das Vereinseigentum war gleich null .

Die Schießanlage war in der Besatzungszeit unbrauchbar gemacht worden . Es fehlten die Gewehre , die Pokale und Wanderpreise , die Königskette und das Diadem der Königin , der silberne Königsbecher , Protokollschreiben und die Fahne aus dem Jahr 1886 wurden ein Raub der Flammen . Die Gründungsfahne von 1836 , gestiftet und entworfen von dem Anstreicher - Meister Stoll , konnte gerettet werden .

Mit viel Mühen und finanziellem Aufwand wurde der Stand wieder aufgebaut und im Juni 1951 konnte dann das erste Schützenfest der Nachkriegszeit gefeiert werden . Schützenkönig wurde Rolf Wagenbach .

Groß war die Freude , als das Oberlandgericht in Düsseldorf dem Verein sein früheres Grundvermögen wieder zusprach . Danach haben die Vereinsmitglieder in 1200 Arbeitsstunden ihren Stand mit vier 50 Meter Kleinkaliber Bahnen wieder aufgebaut . Dieser wurde am 25 . September 1954 unter großer Anteilnahme eingeweiht . Zu diesem Anlaß spielte das Vereins eigene Tambour - Korps . Gegründet wurde der Spielmannszug von Ernst Schulze , Heinrich Baum , Alfred Baumann , Helmut Hein , Benno Karsten und Albert Klein .

Im selben Jahr belegte die Mannschaft des Cronenberger Schützenvereins , bei den Rheinlandmeisterschaften den 5. Platz . In Köln -Deutz errang Karl Putsch mit 553 Ringen den 2. Platz und die Zulassung für den Wettbewerb um den Ehrenpreis des Bundespräsidenten Theodor Heuss in Nürnberg .

In den siebziger Jahren schwand das Interesse am Traditionellen Schützenwesen , und der Verein wandelte sich vom Traditions - zum Sportverein . 1974 wurde dann das letzte Schützenfest gefeiert .

Ein weiterer Meilenstein war die Schießstandsanierung im Jahre 1985 . Unter anderem wurde für die Kurzwaffen - Schützen eine Duell Anlage installiert . Für die Langwaffen - Schützen blieb weiterhin eine 50 Meter Bahn erhalten . Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit konnte der Vorsitzende Heinrich Baum zahlreiche Gratulationen zur modernen Anlage entgegen nehmen .

Auf dieser werden auch heute noch erfolgreich Luftdruck , Klein - und Großkaliber Disziplinen geschossen .





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